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Dienstag, 16. August 2022

Fast and furious, solo, im Duett

Hallo allerseits,

hier nun der schon lang erwartete Bericht zum Radmarathon "Kanalfahrt" des RBC Rendsburg, welcher letzten Sonntag, am 14.08.22 ausgetragen wurde.


Diente der Ort Kropp auch bei den letzten Austragungen als Zentraldepot, so wurde doch von Rendsburg aus gestartet. 
Beim diesjährigen Radmarathon wurde ein paar Tage vor dem Termin der Start aber auch nach Kropp verlegt.
Eine kleine Randnotiz dazu ist, dass Kropp im Kreis Schleswig-Flensburg liegt, und nicht im Kreis Rendsburg-Eckernförde. 

Ich reiste bereits am Samstag an und konnte mir einen Kurzeindruck von Kropp verschaffen. 




Am Sonntag um 7.30 Uhr war Start für die Marathonisti. 
Die Zahl der Fahrer war meinem Vernehmen nach überschaubar. Vielleicht 70 oder 80? 


Also war es schon beinahe unausweichlich in der ersten Gruppe zu starten, die beim Start schon quasi das Hauptfeld stellte. Flotter als bei diesem Marathon erwartet ging es voran. So schnell, dass bei mir unliebsame Erinnerungen an den Heide Marathon vom Juni hochkamen (kurz schnell gestartet und dann stark nachgelassen). 
Also ließ ich mich nach 10 Km zurückfallen, in dem Wissen, dass hinter mir noch Fahrer sind, und eine bald herannahende Gruppe mich aufnehmen würde. Falls keine Gruppe kommt, würde ich mich beim ersten Stopp in Kropp ja auch einer Gruppe anschließen können. 
(Da die Kanalfahrt mit Kropp ein Zentraldepot als Kontrollpunkt und Versorgungsstelle hatte, wurden insgesamt 6 Schleifen unterschiedlicher Längen gefahren)
Es fuhr keine Gruppe auf mich auf, doch ich konnte kurz vor Ende der ersten Schleife einige Fahrer vor mir sehen.

Ziel war es, mit der Gruppe von vier Fahrern die nächste Schleife anzugehen. Als sie starteten, wollte ich hinterher, doch dann kam Frank vom FC St. Pauli Radsport, mit dem ich den Roland Radmarathon in Bremen erst im Duett, dann die zweiten 100 Km in einer Gruppe gefahren bin, mit einigen Anderen ins Depot. Kurze Begrüßung, aber warten wollte ich nicht. 
Den Anschluss an die vier Fahrer hatte ich natürlich verpasst. So ging  es solo weiter. Nach ca. 35 Km Solofahrt schloss ich auf einen Fahrer vom SV Husum auf. Im gleichmäßigem Tempo fuhren wir weiter und fanden auch die Zeit für Smalltalk 😀. In etwa 7 Km später kam ein weiterer Einzelfahrer von hinten heran. Es war Frank, der sich von seiner Gruppe getrennt hatte. Ein kurzes Stück fuhren wir zu dritt, aber der Kollege aus Husum ging das nun anziehende Tempo nicht mit, und so waren Frank und ich nun wieder als Duo unterwegs. Das sollte auch bis zum Ziel so bleiben.


Die dritte Schleife fuhr sich sehr angenehm. Unterwegs konnten wir zwei Alleinfahrer überholen, die sich uns anschlossen. Die Führungsarbeit aber teilten sich Frank und ich, warum wir für Schleife 4 auch als Duo wieder starteten. 

Nun ein Appell an die Traktorfahrer, die gerne riskant leben und das Recht des Stärkeren demonstrieren. Zum Glück verhält sich die große Mehrheit der Traktorfahrer angemessen, umsichtig bis hin zu sehr rücksichtsvoll. Aber einige Wenige interessiert anscheinend sehr wenig, was um euch herum passiert. Wenn ihr mit euren Maschinen, bei denen das Hinterrad oftmals eine Höhe von einem Bungalow hat, mit Vollspeed um die Kurve kommt, dann haben wir Radfahrer kaum eine Chance auszuweichen. Scheinbar ist das euch nicht bewusst, denn ich denke nicht, dass ihr noch ein schönes Leben führen könnt, wenn ihr einen von uns erwischt habt!
Gilt übrigens auch für rücksichtslose Autofahrer. Besonders wenn diese auf Forst- und Feldwegen unauthorisiert daherballern.

Die vierte Etappe war gefühlt die härteste Etappe. Wir fuhren sehr viele Kilometer gegen den Wind der sich zu seinen 20 Km/h böeige Unterstützung mit bis zu 45 Km/h geholt hatte. In dem Moment vermisst man eine gut funktionierende Gruppe. So hatten Frank und ich kaum Zeit zum Ausruhen und mussten im häufigen Wechsel Führungsarbeit leisten.

Die fünfte Schleife diente ein wenig der Erholung. Auf der vorherigen Schleife sind doch einige Körner liegengeblieben.


Mit der sechsten und letzten Etappe stand auch die längste Schleife noch an. Zum Glück hatte sich der Himmel zugezogen und so waren es statt der angekündigten 31°C moderate 25°C. 
Schleife 6 war nicht nur die längste, sondern in einem insgesamt flachen Streckenverlauf auch die Schleife mit den meisten Höhenmetern. 
Bevor wir starteten fuhren die ersten Finisher ins Ziel. Mit einem 38/39er Schnitt haben die 8-10 Fahrer den Anfangsspeed die komplette Strecke aufrechterhalten können. 
Mein Ziel, den 30er Schnitt zu halten, musste ich nach Schleife 4 revidieren, und wollte nun zumindest einen 29er Schnitt halten.
Die Schleife 6 war für mich persönlich, wenn auch mit etwas mehr Höhenmeter und einigen Kilometer Ostwind, die attraktivste Schleife. Vielleicht auch, weil sie sehr abwechslungsreich war. Und das nicht nur wegen des Streckenprofils, sondern auch, weil nach sehr viel landwirtschaftlichen Verkehrswegen und Maisfeldern nun auch mehr Ortschaften, größere Orte (Schleswig kurz gestreift) und auch Wälder, ein ganz anderes Landschaftsbild abgaben. 
Zusätzliche Motivation erhielt ich, als ich auf der Hälfte der Schleife 6 meine Durchschnittsgeschwindigkeit sah. 28,9 Km/h. Also noch einmal einen drauflegen. 
Es reichte schließlich zu 29,0 Km/h. Nach 7h:07 min. reiner Fahrzeit erreichten wir das Ziel. 
Dort ließen wir den Nachmittag bei 2 kühlen alkoholfreien Radlern ausklingen. Mit Reinhard und Jörg traf ich nach Abschluss des Marathons noch zwei Fahrer aus meiner Gruppe beim Schweriner Marathon.

Ach ja, dass war 2022 mein fünfter Radmarathon im Rahmen des Radmarathon Cup Deutschland. Und somit ist mir das Finisher Trikot des BDR sicher 💪🏻👍🏻.


Am nächsten Montag, 22.08.22 startet meine Spendentour, die Montem Terra Marique circum. Ich freue mich über viele interessierte Leser und Follower. Ihr dürft auch gerne kommentieren. 

Und eine Bitte!! Bitte spendet für die DKKS und den Exil e.V. 🙏

Spendenlink Deutsche Kinderkrebsstiftung 
https://www.kinderkrebsstiftung.de/spenden-helfen/spendenaktion/?cfd=dagu3

Spendenkonto Exil e.V.
bei der Sparkasse Osnabrück
IBAN: DE39 2655 0105 0000 0545 85
BIC: NOLADE22XXX
Stichwort MTMC

Danke und Ride on! 🚴🚵‍♂️😉🙋‍♂️





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