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Sonntag, 26. Juni 2022

Burning Roads 22 - der Ochtrup Radmarathon

Wie schon am Donnerstag gepostet, Burning Roads statt Vattern

Und es war die richtige Entscheidung. 

Nachdem Overpacen beim Heidemarathon wäre Vattern definitiv zu früh gekommen. 

Und bei Burning Roads hatte ich zumindest theoretisch die Wahl zwischen 330 km und 3000 Höhenmeter, oder 215 km und 600 Höhenmeter. 
Zum Wiedereinstieg war die kurze Runde ideal. 



Und ich hatte Glück, so spontan noch einen Nachrückerplatz zu bekommen. 
Dann auch noch passgenau für einen anderen Stefan mit f, von dem ich die Startnummer 67 übernahm. 


So viel Glück hatte nicht jeder, wie ich zum "Leid" eines vollbärtigen Marathonisten beim Zieleinlauf erleben konnte. Aufgrund des Namens Claudia unter der Startnummer war ihm der Spott vieler männlicher Kollegen sicher!

Der Morgen grüßte mich von seiner sonnigen Seite. Nachdem ich um 4.30 Uhr aufgestanden war und meine frühmorgentliche Kaffee-Meditation abgehalten hatte, ging es schon bald los.
Die Straßen leer, die Sonne, der Blick auf die Ausläufer des Teutos, dass Alles erinnerte mich an so manchen früh morgendlichen Aufbruch zu einer Tag füllenden Bergwanderung zurückliegender Sommerurlaube.

Nach weniger als einer Stunde Fahrtzeit war ich in Ochtrup am Sportwerk, dem Start- und Zielpunkt, angekommen. 
Erst zur Anmeldung, Startnummer und pinkes Bändchen abholen 🤭, dann zurück zum Auto, Fahrrad holen und vorbereiten. 
Dabei blieb noch genug Zeit, sich umzuschauen. 



Ins Auge stachen dabei die aneinander gereihten Volomobile (vollverkleidete Liegeräder), die auf flacher Strecke gut Geschwindigkeit aufnehmen können.



Gestartet wurde in Gruppen je 30 Fahrer in Abständen von 3 Minuten.


Ich war in der dritten Startgruppe und es ging gemütlich los, kurz durch Ochtrup, danach erst südlich durch Schöppingen, dann nordwestlich Richtung Altenberge, an Telgte vorbei, über Füchtorf nach Bad Rothenfelde. 
Die Gruppe blieb im Kern zusammen und die Fahrt verlief im Großen und Ganzen problemlos. 
Auf den kleinen Landstraßen begegneten uns ab und an Traktoren, so dass wir etwas rausnehmen mussten. 
Einzig ein Autofahrer meinte, dass er zeigen muss, wer der Stärkere ist, was zum Glück aber nicht zu einem Sturz bei uns führte. 


Lustig war dann noch ein älterer Autofahrer in Füchtorf, der auf seiner Fahrseite ein parkendes Auto als Hindernis erkannte, und uns, die wir ihm auf der anderen Fahrseite entgegenkamen, wild gestikulierend andeutete, dass wir doch für ihn Platz zu machen hätten.

In Bad Rothenfelde gab es ein Nudel Buffet, um wieder verlorene Körner zurück zu gewinnen. 


Mir tat es wirklich gut und ich spürte förmlich, wie mein Akku sich wieder auflud.

Über Hilter Richtung Remsede, Lienen, Lengerich nördlich liegen gelassen, erreichten wir südlich von Tecklenburg unsere dritte Verpflegungsstation. 
Auf diesem Abschnitt machte sich der Wind erstmals von Vorne bemerkbar und die Gruppe entzerrte sich etwas. 
In Sichtweite vor uns immer eine andere Gruppe. 
Für die letzten Kilometer versuchten wir zu fünft auf die andere Gruppe aufzuschließen. 
Letztendlich gelang es mir zusammen mit einem weiteren Fahrer auf drei Marathonisti der vor uns fahrenden Gruppe aufzufahren. Diese hatten zuvor aber bei ihrer Gruppe abreissen lassen.

Am Verpflegunspunkt kam unsere Gruppe dann wieder zusammen. 
Gemeinsam ging es auf die finalen 60 km, die neben Gegenwind noch mit einer Steigung auf uns warteten.
Und! Mit teilweise doch recht  grenzwertigem Strassenbelag 😬.


Nach 7 Stunden und 13 Minuten reiner Fahrzeit erreichten wir gegen 16:20 Uhr das Ziel.

Anschließend saßen wir noch auf ein Getränk zusammen.
Dann Rad verstauen, Duschen und zurück nach Hause. 

Ein perfekter Tag, eine sehr sympathische Gruppe, tolle Stimmung.

Das nächste Event steht am 24.07.22 in Schwerin an.
Der Petermännchen Radmarathon, der im Rahmen des Radmarathon Cup Deutschland ausgetragen wird.

Evtl. melde ich mich vorher noch einmal. Ich habe da etwas in Planung.

Bis dahin,
Ride on 🚴🚵‍♂️😉👍🏻🙋‍♂️





Donnerstag, 23. Juni 2022

Burning Roads statt Vättern

Hallo liebe Leute,
die Vätternrundan musste ich ja leider verletzungsbedingt sausen lassen. Aber wie heißt es so schön: wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.
Da ich Vättern nicht fahren konnte, habe ich kurzerhand bei Michaela und Thorsten von Burning Roads angefragt, ob der unwahrscheinliche Fall gegeben ist, dass noch ein Startplatz für die kleine Runde am Samstag zurückgegeben wurde.

Und siehe da, ich hatte Glück 😀!
Die Nachricht ereilte mich heute während einer etwas ausgiebigeren Trainingsrunde. Um Körner zu sparen, drehte ich spontan um, und machte mich auf den Heimweg ↪️.
Mit dem Ergebnis,  dass Streckenlänge und Höhenmeter fast exakt der ursprünglich geplanten Runde entsprachen 🤦‍♂️.

Nun ja, Samstag ist just for fun. Es gibt keinen Stempel für den RMCD, keine Punkte. Einfach genießen 😜. Frei nach dem Motto: wer langsamer fährt, hat länger Spaß 😉.


Start und Ziel ist das Sportwerk in Ochtrup.
Dann geht es durch das nördliche Münsterland bis Bad Rothenfelde (auch die zweite Verpflegungsstation (beim Campingplatz Campotel)). Über Remsede dann immer schön am Rand des Teutos bis Tecklenburg (dritte Verpflegungsstation), und dann über Emsdetten zurück.


Am Sonntag folgt dann ein kleiner Bericht inkl. Bildmaterial. 

Bis dahin!
Ride on 🚴🚵‍♂️😉🙋‍♂️
Stefan


Dienstag, 14. Juni 2022

Keine Teilnahme an der Vätternrundan 2022


Jetzt wird es doch nichts mit der Vätternrundan 2022. 
Wollte ich vor ein paar Wochen noch verschieben, was nicht ermöglicht wurde, um die MTMc zu starten, muss ich nun krankheits-/verletzungsbedingt absagen.
Diese Abgeschlagenheit und das Gefühl einer Erkältung ist wahrscheinlich Heuschnupfen. Der alleine würde eine aus medizinischer Sicht notwendige Stornierung der Teilnahme wohl noch nicht rechtfertigen. Aber anscheinend habe ich mir am Sonntag auch noch eine leichte Muskelblessur am Oberschenkel links zugezogen.
Für lockeres Radeln reicht es vielleicht bald schon wieder, aber von 315 km am Stück wird abgeraten. 

Bis bald. Dann hoffentlich wieder mit Ride on 😉

Montag, 13. Juni 2022

Heide Radmarathon - ein kleines Video


 

Sehr schnell, Gruppe, Solo, Krämpfe...

Heide Radmarathon

Knapp 214 km, 614 Höhenmeter, 30 km/h Schnitt

Von Altwarmbüchen Richtung Burgdorf, über Hänigsen, Müden (Aller), Steinhorst, Faßberg, Müden (Örtze), Eschede, Nienhagen und zurück. Durch die Kreise Hannover, Gifhorn, Celle und die Südheide.

Gestern habe ich nun meinen dritten Radmarathon der Serie Radmarathon Cup Deutschland bestritten.

Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker. Gegen 5.45 Uhr war ich auf dem Weg nach Altwarmbüchen, dem Start und Zielort. 

Begleitet wurde ich von der frühen Morgensonne und dem Zweifel an meiner Gesundheit. Matt, abgeschlagen und leichter Schnupfen. 

Angekommen gegen 7.00 Uhr waren schon einige Parkplätze am Schulzentrum Isernhagen besetzt. In der Folge kamen immer mehr dazu.

Kurz angemeldet, Umziehen in der Toilette (Duschraum inkl. Umkleide war erst ab nachmittags geöffnet), drehte ich anschließend ein paar kleine Runden zum Radcheck.

Das Startfenster war von 8-9 Uhr für die Marathonisti und von 8-10 Uhr für die anderen Strecken (47, 75, 111, 153 km).

Kurz vorm Start hieß es, Marathonisti nach vorne, und da ich früh am Start war, hing ich in der vordersten Gruppe fest. Bekanntermaßen tummeln sich dort die engagierten Hobbyfahrer und auch einige Amateurfahrer (Team Strassacker war auch vertreten). 

Entsprechend schnell ging es dann los. Wir waren eine recht große Gruppe von ca. 40 Fahrern. Das Tempo um die 40 kmh. Der relativ flache Kurs, die Sonne, und der Rückenwind auf den ersten Kilometern verleiteten mich dazu wider aller Vernunft mich mitreißen zu lassen.

In meinem Kopf arbeitete es. Nicht Überpacen wurde abgelöst von das wird sich rächen. Als der Kopf sich einschaltete, fiel meine Leistungsbereitschaft ab. Nach 20 km ließ ich abreissen, und hoffte, nicht schon zu viele Körner verballert zu haben. 

Die nächsten 15 km machte ich dann die Pace für eine kleine Gruppe bei immer noch zu hohem Tempo, was weitere Kraft kostete. Ich entschied, alle Gedanken wie, das wird sich rächen, auszublenden. 

Der erste Kontrollpunkt. Einige Solisten, die kleine Gruppe und ich, sowie ein Radsportclub aus Hannover. Gemeinsam machten wir uns auf dem Weg. Zeit zum erholen. Die Hannoveraner machten erst einmal die Führungsarbeit. Die Leistundssprünge in der Truppe waren recht groß, so dass es bei Führungswechsel immer etwas unrund war. Ich persönlich wäre mit einem 32er Schnitt sehr einverstanden gewesen, aber manche fuhren gerne 35/36, was wieder etwas mehr Kraft kostete. Dennoch blieben wir in der Konstellation (mit ein paar Ab- und Zugängen) lange zusammen. 

Am dritten Kontrollpunkt bei km 125 ein etwas längerer Aufenthalt. Nach lockerem Re-Start merkte ich, dass mir die Dynamik fehlte. Ich hoffte, wieder in den Rhytmus zu kommen, und tummelte mich am Ende der Gruppe. Die letzte Führungsarbeit bei dem Wellenritt Kurz vor K3, hatte sein Übriges getan, und ich wollte jetzt nur noch mitrollen.

Einmal musste ich kurz abreissen lassen, konnte aber wieder zurückkommen. Dann bei km 140 musste ich die Gruppe ziehen lassen. Ich war leer, entschied mich zu einem spontanen Stopp. Gel, Stretching, Riegel, Trinken. Ca. 75 km lagen noch vor mir. Und das vorerst ohne Gruppe. Gerade jetzt, wo es gegen den Wind ging. Der Preis für die ersten 35 km.

Bis zum nächsten Kontrolpunkt bei km 175 kämpfte ich alleine. Machte noch einen spontanen Stopp an einem Hofladen, genoß ein Coffeinhaltiges, zuckerreiches Kaltgetränk und einen Riegel. Sah einige Marathonisti alleine oder in 2er Kombi passieren.

Kurz darauf dann der Kontrollpunkt. Hier machte ich den Fehler, nichts zu essen. Noch knapp 50 km. Bei dem jetzigen Tempo 2 Stunden. Ich fuhr los und sah vor mir ein 2er Team, an dass ich mich ran arbeitete.

Zu dritt ging es weiter, gemächlich, aber zielführend. Eventuell wäre es so zu einem ruhigen Ende gekommen, wären wir nicht von einem Pärchen überholt worden. Die beiden waren nicht bedeutend schneller als wir, aber eben doch soviel schneller, das es reizte, mit denen weiterzufahren. So investierte ich noch einmal und schloss auf, einen der anderen beiden im Schlepptau. 

An einer roten Ampel mussten wir halten. Und dann war es passiert. Krämpfe in beiden Beinen. Oberschenkel komplett. Waden dazu. Mit Mühe hievte ich mich und mein Rad auf den Bürgersteig.

Der Dritte unsere kurzen Allianz kam vorbei, Krämpfe, fragte er. Um dann ein Man gönnt sich ja sonst nichts anzufügen.

Noch 30 km. Aus einer anfangs  schnellen, dann guten Gruppentour, wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Tort(o)ur.

Von Krämpfen geplagt immer im leichten Gang zählte ich die Kilometer. Inzwischen war ich mit dem einen Kollegen aus der dreier Allianz wieder vereint. 

Gemeinsam fuhren wir ins Ziel.

Mit der Zeit war ich zufrieden. Hätte das ganze aber auch wie in Bremen bei gleichmäßigem Tempo entspannter haben können. 

Inwieweit meine körperliche Angeschlagenheit mit ausschlaggebend war, vermag ich nicht zu sagen.

Fakt ist, ich bin viel zu schnell angegangen, habe dann weiter zu viel investiert, bevor ich in eine halbwegs passable Gruppe kam.

Bis zum nächsten Mal.

Samstag, 11. Juni 2022

Ups and downs

Morgen steht mein dritter Marathon im Rahmen des Radmarathon Cup Deutschland an.

Ärgerlich, dass ich mich körperlich heute nicht gut fühle. Schon gestern Abend saß die Nase zu ☹️.

Hoffentlich passt es morgen dann wieder. Um 4.30 Uhr ist Aufstehen geplant. Abfahrt dann um 5.30 Uhr.

Eine schöne Überraschung kam aber heute mit der Post. Meine Montem Terra Marique circum Tour-Ausstattung ist schon angekommen. Trikot und Radhose sind in der Wäsche, aber das Tour-T-Shirt ist schon Fototechnisch festgehalten worden. Sieh Fotos!




Donnerstag, 9. Juni 2022

Alea iacta est!

Nach einigem Abwägen und Rücksprache mit den Veranstaltern der Vätternrundan, werde ich die erste Ausgabe der Montem Terra Marique Circum nicht, wie gedanklich geplant, in der zweiten Junihälfte, sondern erst in der zweiten Augusthälfte abhalten.

Eine Rückerstattung der Startgebühr bei der Vätternrundan, oder alternativ eine Fahrt der Streckenlänge in heimischen Gefilden wie in den letzten beiden Corona Jahren möglich, wurde vom Veranstalter dieses Jahr nicht gewährt. Entsprechend werde ich voraussichtlich am 18.06.2022 die Vätternrundan bestreiten.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Die MTMC soll nun vom 22.08. - 29.08.2022 stattfinden. Weitere Details folgen.

Kurz wieder da, und schon wieder weg?

Gerade habe ich aus gegebenem Anlass geschaut, von wann mein letzter Beitrag hier datiert.  Wahnsinn! Mehr als ein Jahr ist es her.  Seitdem...