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Mittwoch, 24. August 2022

Die Spendentour MTMC - 3. Etappe von Hechthausen nach Büsum

Die 3. Etappe, war wohlbedacht mit 93 Km recht kurz gewählt. Zudem war sie mit 150 Hm auch sehr flach. 

Da der Wind heute mein Freund war, waren es ideale Voraussetzungen für eine Genießerrunde. 😁

Abwechslungsreich war es auch. Neben den immer noch nicht liebgewonnenen Radwegen kamen immerhin vereinzelt ein paar Kilometer Deichweg hinzu. Und es gab 2 Fährüberfahrten. Einmal die Elbüberquerung bei Wischhafen nach Glückstadt. Dann die Überquerung des Nordostseekanals von Brunsbüttel nach Brunsbüttel 🤔. Aber der Reihe nach. 

Um kurz nach 5 heute früh bin ich aufgewacht. Die besten Voraussetzungen für einen frühen Start. Ich drehte mich noch einmal um, und stand um kurz vor 6.00 Uhr auf. Dann gegen 6.30 Uhr beim Frühstück. Irgendwie habe ich danach aber die Zeit vertan. Als ich das Rad gepackt hatte, war es schon kurz vor 9.00 Uhr. 😱 schnell zum Bezahlen. Kreditkarte. "Heute funktioniert das irgendwie nicht," sagt die Dame an der Rezeption. Was tun? Ich sah mich schon zum nächsten Geldautomaten fahren, wo immer der auch gewesen wäre. Dann mein Vorschlag. "Ich mach eine Echtzeitüberweisung mit meiner Banking App." Sie stimmte zum Glück zu. Es war 9.20 Uhr als ich an den Start kam.

Eddy war zwar mürrisch, aber er tat seinen Dienst. Bis Wischhafen, mein erster Zielort, fuhr ich in östlicher Richtung. Von da hatte gestern der Wind heftig geblasens. Heute früh war zwar auch Ostwind, aber meist wir der Wind erst um die Mittagszeit kräftiger.

Am Fährableger in Wischhafen angekommen, tummelten sich dort  schon ein paar Radfahrer. Autos und Lkws bildeten eine längere Schlange. 

Nach einigen Minuten Warten, sah ich die Fähre kommen. Als wir alle auf der Fähre waren, dauerte es noch eine Weile, bis wir ablegten. Und auch die Überfahrt (5 €) dauerte länger, als ich erwartet hatte, ca. 30 Minuten.

In Glückstadt angekommen, fuhr ich bei nächster Gelegenheit auf den Deichweg und wurde als bald freundlich begrüßt. 

Danach ging es wieder auf den Radweg. Als ich das Gatter zum  Radweg öffnete, sprach mich ein Herr an, der mit seiner Frau eine kleine Radtour machte. Er fragte nach dem besten Weg nach Glückstadt. Als Ortsunkundiger konnte ich ihm leider nicht helfen. Dennoch kamen wir ins Gespräch und ich berichtete auch von der  Montem Terra Marique circum, meiner Spendentour. Beide waren sehr daran interessiert und Sie scannte den QR Code mit meinem Infoflyer.

Dann weiter auf dem Radweg. Etwas später eine Klappbrücke. Die Ampeln gingen auf Rot, Schranken gingen runter. Die Klappen der Brücke öffneten sich und einige Segelboote, die mit ihren Masten nicht unter der Brücke durchgepasst hätten, konnten passieren. 



Vor mir waren zwei Mädels mit Elektrotollern. Als die Brücke wieder frei war, düsten sie ganz schön ab. Ich kam allerdings mit Unterstützung vom Wind immer näher. Die Letztere der beiden drehte sich immer wieder kurz um.
In der Annahme, dass sie mein heranfahren dadurch wahrgenommenen hatte, überholte ich sie. Daraufhin durfte ich mir von ihr einiges anhören. Und zurecht! Ich hätte klingeln sollen. Auch wenn die Praxis zeigt, dass es selten jemanden interessiert, und teilweise auch gar nicht wahrgenommenen wird, war es fahrlässig von mir, darauf zu vertrauen, dass sie schon ihre Spur halten wird. 
Bevor ich das andere Mädel überholte, demonstrierte ich den schnellen Lerneffekt. Ich klingelte mehrfach und fuhr vorbei. Beim vorbeifahren sprach ich sie noch an, dass ich ordnungsgemäß geklingelt habe. Aber sie konnte mich nicht hören. In ear in beiden Ohren!

Im weiteren Verlauf ließ ich Brokdorf und das dort stehende Atomkraftwerk links liegen. Als 68er, nicht Studi, sondern in dem Jahr geboren, ist mir die Atomdiskussion und auch die Demonstrationen in Brokdorf ab 1977 bis Mitte der 80er Jahre durchaus noch in Erinnerung.



Als ich Brunsbüttel erreichte und den Nord- Ostseekanal auch mit einer Fähre überqueren musste, rief mich Radio Osnabrück an. Sie hatten von der Spendentour gehört, und wollten ein Interview für einen Beitrag, der nächste Woche laufen soll.

Weiter ging es Richtung Meldorf, unterbrochen von einem kurzen Wasser/Kuchen Stopp.


In Büsum bei meiner Unterkunft kam ich um kurz vor 15.00 Uhr an. Da war nun Wäsche machen angesagt. 


Ich hoffe, dass die Sachen morgen alle trocken sind 😬.

Anschließend noch das obligatorische Fischbrötchen und ein Strandbesuch ⛱️


Philosophischer Gedanke des Tages!
In manchen Geschäften kostet 1 L Wasser 5 €
Auf mancher Fähre kostet die Überfahrt 5 €
In vielen Kneipen, Restaurants kostet ein großes Bier 5 € (inkl. Tg)
Wer jetzt heute für 1 L Wasser keine 5 € bezahlt hat, und keine Fähre für 5 € gefahren ist, und auch heute nicht in einer Kneipe, einem Restaurant 5 € für ein großes Bier ausgegeben hat, der, ja der kann die 5 € gerne spenden!!!
Oder noch die nächsten Tage die 5 € zurücklegen, und dann eine große Summe spenden! 😃

Ride on 🚴🚵‍♂️😉🙋‍♂️

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