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Dienstag, 23. August 2022

2. Etappe der Spendentour

Liebe Spender (aktive, potenzielle, unschlüssige) und interessierte Leser,

heute  bin ich von Varel nach Hechthausen gefahren. Insgesamt legte ich dabei 132 Km bei knapp 200 Hm zurück. Die reine Nettofahrzeit betrug 6h:10min.


Irgendwie wollte sich heute kein Rhytmus einstellen. 
Der Start verzögerte sich erneut, weil Eddy (mein Fahrradnavi Edge 1030) die Strecke nicht hochladen wollte. 
Als ich dann endlich losfahren konnte, kam mir spontan der Gedanke, statt später auf den Deichweg zu wechseln, könnte ich das auch schon ab Varel machen.
Das gefiel Eddy nicht und ich navigiert mit dem Handy mittels Komoot.

Ein weiteres Malheur: ich hatte nur eine gefüllte Trinkflasche. Das fiel mir ein, als ich schon aus Varel raus war. Die Überlegung in Varelhafen bei einem Fischbrötchen Verkauf eine 0,25 l Wasserflasche (größere Flaschen waren nicht zu kaufen) verwarf ich. Das war zu wenig. 
Also erst einmal weiterfahren.

Der Deichweg entpuppte sich als Glücksgriff. Keine Autos und nur wenig Radfahrer. Aber dafür Schafe, Ziegen, und Natur pur. Und Ruhe!


Beim Schwimmenden Moor musste ich den Deichweg verlassen und auf einen alten Bekannten, den Radweg ausweichen.
Dieser Radweg, ich hatte das Thema Qualität der Radwege gestern schon angeschnitten, war und ist eine Katastrophe. 
Selbst mit einem Fully MTB würde mann die Schläge spüren, die von unterirdischem Wurzelwerk, schlechter Bauausführung etc. verursachten Huckeln hervorgerufen werden.
Ich war froh, als ich nach dem Schwimmenden Moor wieder Richtung Deichweg abbiegen konnte. 
Das Durchfahrtverbotenschild, ausdrücklich auch für Fahrräder sowie Das Baustellenschild ignorierte ich.
Aber, das änderte nichts. Ich musste umkehren. 
Wieder zurück auf den Radweg. Kilometer fuhr ich dahin, bis sich scheinbar die nächste Möglichkeit bot, um zum Deichweg zu fahren. Auch hier wieder Verbotsschilder, aber doch sicherlich nur für den Weg Richtung Varel. So lang kann doch keine Baustelle sein. Doch kann! Erneut Umkehr. 
Kein Wunder das kein Rhytmus aufkam.
Einige Kilometer später die nächste Deichzuwegung. Keine Verbotsschilder! Endlich wieder am Deich lang.


Dann erreichte ich auch schon Tossens. Bei dem ganzen hin und her hatte ich mich nicht um mein Wasser gekümmert, obwohl das höchste Zeit wurde. 
Ich hielt bei einem Kiosk. Neben Vol.. hatte er auch gut und günstig. Ich nahm gleich 2×0,5 l. 
5 € sagte der Verkäufer. Mit Pfand? fragte ich. Nein, aber wir berechnen keinen Pfand. 
Großzügig, dachte ich, konnte mir den Kommentar aber verkneifen. Im Nachhinein war ich froh, nicht das Vol... genommen zu haben. Da hätte ich wohlmöglich nur 1×0,5 l für 5 € bekommen. 🙈

Es war merklich wärmer geworden. Und nun setzte heftiger Ostwind ein. Gut war, es war erfrischend und dämmte die Hitze. Aber der Wind machte das Fahren extrem anstrengend.
Da ich nicht zu viel investieren wollte, ging das zu Lasten der Geschwindigkeit. Und anstrengend war es dennoch. Wieder Wassermangel. Erneut 0,5 l. Geheimtipp! In Burhave nur 2,00 €! 😀

Dann schon wieder Sperrung des Deichwegs. Eine weitere Umfahrung. Endlich Ankunft in Blexen. Die Weserfähre nach Bremerhaven. Zum Glück fährt sie, wenn auch reduziert.


In Bremerhaven auf der Suche nach dem nächsten Lebensmittelladen. Es wird ein L...1 l Wasser für 0,39 € netto und 0,5 l Apfelschorle für? Auf jedenfall günstig.

Weiter geht es. Raus aus Bremerhaven Richtung Bad Bederkesa. Der Wind nervt. Ich merke, dass es anstrengend wird. Die Wasservorräte schwinden schon wieder. Lange nichts. Kein Supermarkt. Keine  Tankstelle. 

Erst in Lamstedt, 10 Km vor Hechthausen, werde ich fündig.
1 l Wasser, 0,5 l Wasser und 0,33 Spezi für unter 2 € netto 🤔.

Dann endlich Hechthausen und meine Unterkunft. 
Mein Fahrrad darf übrigens bei mir im Zimmer ruhen. Eddy natürlich auch 😏.


Heute Morgen ein Stück extra Motivation, die auch heute nötig war. Es sind schon einige Spenden eingegangen. So kann es weiter gehen. Also denkt dran, das Spendenfenster ist geöffnet. 

Ich sage Danke!

Ride on 🚴🚵‍♂️😉🙋‍♂️








2 Kommentare:

  1. Das kommt mir bekannt vor. Bei meinem 200er nach Westerstede hatte ich auch ein Essen und Trinken Problem. In einigen Gegenden waren Mittags die Geschäfte und Bäckereien geschlossen. Den Trick mit dem "Blumenwasser" vom Friedhof kennst du aber schon, oder? Ansonsten schöne Tour, weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Spenden sammeln.

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  2. Danke Carsten. Ja, über den Friedhif Wasserhahn habe ich gelesen. Da gibt es geteilte Meinungen zu, ob das Wasser jetzt aus dem öffentlichen Netz, oder dem Friedhofsbrunnen kommt. 🤔

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