Die 1. Etappe der ersten Ausgabe der Montem Terra Marique circum ist absolviert.
Die Fahrt war eher geprägt von den kleinen Dingen. Sehenswürdigkeiten und Nahrung für Kulturfreunde waren eher nicht gegeben. Das lag aber auch an der Streckenführung. Mit 146 Km schon die längste Etappe, war der Weg das Ziel. Der möglichst direkte Weg Richtung Küste, ohne viel links und rechts. Ansonsten wären doch noch einige zig Kilometer oben drauf gekommen.
So verbrachte ich die meisten der 146 Km auf Radwegen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Radwege außerhalb des LK Osnabrück im Durchschnitt durchaus eine bessere Qualität haben. Insbesondere der Kreis Vechta zeichnet sich durch gute Radwege aus, auch wenn ab und an die Reste des Auswurfs als Konsequenz einer durchzechten Scheunenfetennacht den Radweg zieren 🤮.
Aber viel nerviger, und da ist Vechta leider auch keine Ausnahme, sind die Glasscherben, die alle paar 100 m den Radweg aufblitzen lassen. Klar ist das innerorts am schlimmsten.
Was war noch? Mal wieder ein Autofahrer, der die Geschwindigkeit eines Radfahrers nicht abschätzen kann. Überrascht war ich von meiner, so doch lautstarken, aber schon fast versöhnlichen Reaktion "sag mal, geht es noch?!!"
Und dann war da noch die Wespe, die es irgendwie verstand, während der Fahrt hinter meine Fahrradbrille zu krabbeln und mir sprichwörtlich ins Auge blickte 🧐 .
Bis Lohne schien die Sonne. Dort machte ich nach 53 Km meinen ersten Stopp. Kaffee und Apfeltasche.
Danach zog sich der Himmel zu, was auch sein gutes hatte. Fürs Radfahren war es so angenehmer.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Großteil der Etappenhöhenmeter schon hinter mich gebracht. Jetzt ging es in der Regel flach weiter. Vechta, Ahlhorn, Wardenburg, dann schließlich Oldenburg.
Hier hätte ich gerne etwas vernünftiges gegessen. Nudeln 🍜 waren die Idee. Aber so wie der Weg mich führte, hätte ich wohl zwanzig Döner Läden anfahren können, aber Italiener nur zwei. Beide hatten schon geschlossen. Es war kurz nach 14 Uhr. Also gab es auf dem Weg raus aus Oldenburg in Richtung Rastede Ersatzpasta.
Jetzt war es nicht mehr weit. Einige Radwegkilometer weiter, war ich kurz vor dem Ziel.
Am Ziel angekommen, die kurze Ernüchterung. Kein Restaurantbetrieb! Ich hätte mich besser informieren, und nicht vom Namen ableiten sollen (Altes Brauhaus).
Also nach dem Duschen und ein wenig Rast mit dem Fahrrad noch einmal 4 Km nach Varel zurück und wieder 4 Km zum AB.
Und ja, ich war beim Italiener. Und ja, es gab Pasta 😄.
Resümee der 1. Etappe.
Der Weg war das Ziel. Ich mag nicht unbedingt fahren auf Radwegen. Die Dammer Berge sind nur Hügel. Das Norddeutsche Flachland ist flach.
Und! Sei umsichtig bei der Unterkunftwahl.
Ride on!



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